Berufsbild Tischler/in – Schreiner/in in Hamburg

Der Beruf des Tischlers, oder im süddeutschen Schreiner genannt, gehört zum traditionellen Holzhandwerk. Bereits im 14. Jahrhundert spaltete sich das Tischlerhandwerk von der Zimmerei ab, und wurde zu einer eigenen Zunft. Als einzige unter den Holzberufen besaß die Tischlerzunft das Recht den Hobel als Werkzeug und Leim als Verbindungsmittel zu nutzen. Es gab bestimmte Werkstücke, die nur von Tischlern angefertigt werden durften, wie Fenster, Türen und Möbel. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte das Anfertigen von Särgen ebenfalls in ihren Aufgabenbereich.

In Hamburg haben die Tischlerzünfte eine lange Tradition und auch heute noch ist Tischler/in oder Schreiner/in ein angesehener Beruf in der Hansestadt. Als Tischler in der Handelsmetropole Hamburg gibt es viele Möglichkeiten und Einsatzgebiete.

Neben Holz als wichtigstem Werkstoff, weiß ein Tischler auch Materialien wie Kunststoffe, Glas, Metall oder Stein zu verarbeiten. So vielfältig wie die Materialien sind auch die Produkte, die ein Tischler / Schreiner herstellt. Individuelle Möbel, Fenster und Türen, Restauranteinrichtungen oder Messeinstallationen sind nur ein kleiner Auszug aus der breiten Palette der Möglichkeiten.

Aufgaben Tischler/in in Hamburg

Die Aufgaben für Tischler/innen sind vielfältig und abwechslungsreich. Sie arbeiten im Tischlerhandwerk, bei Produzenten von Holzbauteilen und sind dabei in Werkstätten, Fertigungshallen oder direkt auf Baustellen tätig. Hamburg als Industrie- und Handelsstadt hat großen Bedarf an Tischlern und Tischlerinnen. Sie bearbeiten Holz, Holzwerkstoffe und andere Materialien mit verschiedenen Verfahren und Werkzeugen wie: Sägen, Hobeln, Bohren, Verleimen, Lasieren, Feilen und vielen mehr. Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.

Neben dem Fertigen und Montieren von Fenstern, Türen und Möbelstücken, entwerfen und konstruieren sie auch individuelle Projekte nach Kundenwunsch.

Man kann die Aufgaben eines/einer Tischlers/in also ungefähr in zwei Bereiche einteilen. In der Bautischlerei werden fest verbaubare Objekte, wie Fenster, Türen und Treppen installiert. Die Möbeltischlerei beschäftigt sich mit der Innenausstattung der Räume, wie Tische, Regale, Schränke oder Parkettböden und Wandvertäfelungen.

Ein Großteil der Tischlereibetriebe in Hamburg bietet beide Schwerpunkte an. Es gibt aber auch Betriebe, die auf einen Arbeitsschwerpunkt spezialisiert sind. Der typische Arbeitsablauf ist immer der Selbe. Nach Kundenauftrag wird ein Konstruktionsentwurf gefertigt und diesem dann vorgelegt. Wenn der Kunde das Angebot annimmt, geht es an Fertigung und Montage. Entweder in der eigenen Werkstatt, oder je nach Projekt, direkt vor Ort.

Vorrausetzungen und Ausbildung zum /zur Tischler /in in Hamburg

Eine handwerkliche Begabung und technisch-praktisches Verständnis sind die beiden wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Tischler-Lehre. Auch Mathematik Kenntnisse sind für die Berechnung von Längen und Gewichten, sowie zur korrekten Angebotskalkulation von Vorteil.

Umsichtiges Arbeiten mit Werkzeugen wie scharfen Sägen, Hämmern und Nägeln ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso wie sorgfältiger Umgang mit Materialien. Neben zwei geschickten Händen gehören Kreativität und visuelles Denkvermögen zum Beruf des Tischlers.

Die Tischler-Lehre ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach Handwerksordnung (HwO). Sie dauert drei Jahre und findet im dualen System statt. Also im Handwerksbetrieb und der Berufsschule. Eine rein schulische Ausbildung ist als Alternative möglich. Analog zur handwerklichen Tischlerausbildung bietet die Industrie die Holzmechaniker-Lehre an.

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